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Genug

Vielleicht,

warst du noch nicht bereit,
hast zu lange gezögert,
zu viel ertragen.
Du wolltest dazugehören,
hast mehr gegeben, 
viel mehr als man von dir erwartete,
viel mehr als du konntest,
zuviel. 

Die Stille war lauter,
als die Grenzen, 
die du hinausschreien versuchtest,
dieses Nein, 
welches dir nichts genommen, 
sondern so viel gegeben hätte.
So bist du zerbrochen,
zerbrochen an einer Wahrheit,
die niemals eine war,
nicht mal ein Vielleicht,
sondern vielmehr ein Belügen deiner selbst,
bis dein Herz nicht mehr konnte. 

Vergraben in deinen Zweifel
hast du aufgehört,
zu atmen.
Doch so lange du fühlst,
bist du nichts anderes als ein Samenkorn, 
das von der Lebendigkeit des Frühlings träumt.
Dein Wachsen beginnt leise. 
Unmerklich.

Der Boden ist hart,
erbarmungslos.

 

Dennoch,

Risse der Sehnsucht 
sind wie ein leises Versprechen.
Manchmal muss alles auseinanderfallen, 
damit Neues entstehen kann,
damit DU neu entstehen kannst.
Ähnlich einer Blume,
die sich aus Verlorenem
dem neuen Tag öffnet,
bunt und farbenfroh.


Zwinge dich nicht, 
zu begreifen,
wie dich das Leben gezeichnet hat.
Es hat dich an den Rand der Dunkelheit geführt,
nur um dir zu zeigen, 
das Tiefe Schatten braucht,
so wie der Morgen das Licht. 
Deine Scherben waren nichts anderes als Mut, 
der sich von der Angst verabschiedet hat, 
NEIN zu sagen. 

(@Sonja Schossleitner)

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Kommentare: 1
  • #1

    Christa (Montag, 26 Januar 2026 10:11)

    Ich bin sehr bewegt von der Tiefe deiner Worte.
    Sei umarmt.